Zinsen – die Kosten für Kredit

Für die Vergabe eines Kredits verlangen Banken Zinsen, die in Prozent des Kreditbetrags angegeben werden und je nach Art der Finanzierung variabel oder konstant sind.

Während flexible Finanzierungsangebote wie Dispositionskredite und Kreditkarten einem variablen Zinssatz unterliegen, gelten für mittel- bis längerfristige Finanzierungen wie Autokredite konstante Zinssätze. Bei einem variablen Zinssatz hat die Bank das Recht, jederzeit eine Anpassung vorzunehmen, sodass der Zinssatz erhöht oder verringert werden kann.

Hierdurch können die Kosten für den Kreditnehmer steigen. Bei einem konstanten Zinssatz ist dies nicht möglich, da er für die Dauer der Laufzeit bzw. für die Dauer der Zinsbindungsfrist garantiert ist. Die Zinsbindungsfrist ist kürzer als die Kreditlaufzeit und beträgt zwischen 5 und 15 Jahren.

Durch eine feste Zinsvereinbarung ist der Kreditnehmer vor Kostensteigerungen geschützt. Im Zusammenhang mit Krediten wird darüber hinaus zwischen dem effektiven Zinssatz und dem nominalen Zinssatz unterschieden.

Der Effektivzinssatz stellt die gesamten jährlichen Zinskosten dar und sollte bei einem Vergleich verschiedener Finanzierungsangebote berücksichtigt werden. Der Nominalzinssatz stellt lediglich die monatlichen Zinskosten dar und ist täuschend gering.

Neben dem allgemeinen Zinsniveau hat die Bonität des Kreditnehmers entscheidenden Einfluss Kreditkonditionen der Bank und die Höhe des Zinssatzes. Bei einer guten Bonität kann mit einem niedrigen Sollzins gerechnet werden, während bei einer schlechten Bonität meist ein Risikoaufschlag anfällt, der den Sollzins erhöht. Hierdurch versucht sich die Bank gegen einen möglichen Kreditausfall abzusichern.