Kredit – Informationen von A bis Z

Ein Ratenkredit ist ein Kredit, welcher sich dadurch auszeichnet, dass der Kreditnehmer die Kreditsumme in einer Einmalzahlung erhält, diese jedoch in monatlichen Raten zurückzahlen muss. Ratenkredite können an einen bestimmten Verwendungszweck gebunden oder frei verwendbar sein.

Bei einem Autokredit handelt es sich beispielsweise um einen zweckgebundenen Kredit. Dieser darf dann auch nur für den Erwerb eines Fahrzeugs verwendet werden. Nicht zweckgebundene Kredite können dagegen frei verwendet und beispielsweise für den Kauf eines Fernsehers, die Finanzierung einer Reise oder für das Umschulden anderer Kredite genutzt werden.

Die Banken bieten ihre Darlehen zu unterschiedlichen Laufzeiten an. Innerhalb einer von der Bank festgelegten Spanne können die Kreditinteressenten die Laufzeit zumeist selbst wählen. Möglich sind Laufzeiten von 6 bis 84 Monaten.

Einige Banken bieten auch längere Kreditlaufzeiten an. Neben der Laufzeit kann auch die Kreditsumme zumeist selbst gewählt werden. Die maximale Kreditsumme für Ratenkredite liegt häufig zwischen 50.000 und 70.000 Euro.

Wer bietet Ratenkredite an?

Wenn Verbraucher einen Kredit aufnehmen möchten, werden sie sowohl bei den diversen Filialbanken vor Ort als auch bei den Direktbanken im Internet fündig. Oftmals sind die Kreditangebote der Direktbanken etwas günstiger. Direktbanken können ihre Kredite häufig etwas günstiger anbieten, da diese Banken auf den Betrieb eigener Filialen weitgehend verzichten und so Personal- und Betriebskosten einsparen können. Aufgrund dieser Kosteneinsparungen können Direktbanken ihre Kredite oftmals zu wirtschaftlicheren Konditionen anbieten als viele Filialbanken. Wer einen Ratenkredit aufnehmen möchte, sollte sich sowohl bei den Filialbanken als auch bei den Direktbanken nach einem passenden Kreditangebot umsehen. Bei der Suche nach einem den eigenen Bedürfnissen entsprechenden Kreditangebot kann auch ein Kreditvergleich im Internet helfen.

Wer kann einen Kredit beantragen?

Grundsätzlich kann jede volljährige Person ein Bankdarlehen beantragen. Allerdings kommt nicht jeder Antragsteller auch als Kreditnehmer infrage. Die Banken achten sehr genau darauf, wem sie einen Kredit zur Verfügung stellen. Viele Banken legen gewisse Richtlinien fest, anhand derer sie einen Ratenkredit vergeben. So setzen viele Kreditanbieter voraus, dass der Kreditsuchende über geregelte Einkünfte in ausreichender Höhe verfügt. Oftmals darf dieses Einkommen nicht aus einer selbstständigen Arbeit stammen, sondern sollte durch ein festes Arbeitnehmerverhältnis generiert werden. Viele Banken achten zudem darauf, dass ihre Kreditnehmer die Probezeit bereits überstanden haben und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorweisen können. Bei der Beantragung eines Darlehens wird daneben auch die Bonität des Antragstellers überprüft. In Deutschland arbeiten nahezu alle Banken mit der Wirtschaftsauskunftei Schufa zusammen. Über die Schufa wird dann die Bonität des jeweiligen Kreditinteressenten abgefragt. In der Schufa ist beispielsweise vermerkt, ob bereits ein Kredit aufgenommen wurde, und ob dieser fristgerecht beglichen werden konnte. Eine negative Schufa-Auskunft beziehungsweise eine schlechte Bonität führen oftmals dazu, dass der Kreditantrag abgelehnt wird. Kreditinteressenten mit einem regelmäßigen Einkommen aus einem Arbeitnehmerverhältnis und einer guten Bonität haben zumeist gute Kreditchancen.

Mit welchen Kosten müssen Kreditnehmer rechnen?

Die Banken vergeben ihre Kredite natürlich nicht umsonst, sondern verlangen für die Bereitstellung des Geldes Kreditzinsen. Diese Zinsen können von Bank zu Bank sehr unterschiedlich sein. Beachten sollten Kreditinteressenten, dass die Banken den Zins auf unterschiedliche Art und Weise vergeben. Je nach Bank werden die Kreditzinsen anhand der Bonität oder der gewählten Laufzeit festgelegt. Wenn die Zinsen von der Kreditwürdigkeit (Bonität) des Kreditkunden abhängen, sind diese bei einer guten Bonität in der Regel niedriger als bei einer schlechten Kreditwürdigkeit. Einige Banken bieten ihre Kredite jedoch zu einer festen Verzinsung an, der für alle Kunden, deren Kreditantrag angenommen wurde, gilt. Zusätzlich zu den Kreditzinsen müssen Kreditnehmer auch noch mit Bearbeitungsgebühren für ihren Ratenkredit rechnen. Die Bearbeitungsgebühren sind im effektiven Jahreszins in der Regel enthalten, weshalb dieser für einen Kreditvergleich herangezogen werden sollte. Kosten können für ein solches Darlehen auch dann entstehen, wenn die Bank Gebühren für Sondertilgungen und eine vorzeitige Kreditablösung verlangt.

Vor- und Nachteile des Ratenkredits

Ein Ratenkredit bietet Verbrauchern Vor- und Nachteile, die diese gegeneinander abwägen müssen. Ein großer Vorteil des Sofortkredits liegt darin, dass sich Verbraucher einen bestimmten Konsumwunsch umgehend erfüllen können, ohne über einen längeren Zeitraum hinweg dafür sparen zu müssen. Ein weiterer Vorteil des Ratenkredits ist, dass der Kreditnehmer innerhalb eines von der Bank vorgegeben Rahmens selbst bestimmen kann, wie lange das Darlehen laufen soll. Das hat den Vorteil, dass die Rückzahlungsrate an das eigene Budget angepasst werden kann. Wenn sich Kreditnehmer für eine besonders lange Laufzeit entscheiden, dann ist auch die monatliche Tilgungsrate entsprechend klein. Allerdings sollten Kreditnehmer, die sich für eine lange Laufzeit entscheiden, auch immer bedenken, dass damit zumeist auch höhere Kosten verbunden sind. Womit wir auch schon bei den Nachteilen eines Bankdarlehens sind. Ratenkredite sind mit Kosten in Form von Bearbeitungsgebühren und Zinsen verbunden. Die Zinsen können von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich sein, weshalb Kreditinteressenten unbedingt einen Kreditvergleich machen sollten, ehe sie ein bestimmtes Angebot auswählen. Ein weiterer Nachteil ist es, dass die Rückzahlung der Raten über einen längeren Zeitraum sichergestellt werden muss. Kreditnehmer sollten sich daher bei der Beantragung eines Darlehens über ihre langfristige Verpflichtung bewusst sein.