Kreditnehmer ist der Schuldner

Der Kreditnehmer erhält vom Kreditgeber den Kreditbetrag, er leiht sich also Geld, welches er in festgelegten Raten an den Kreditgeber zurückbezahlen muss. Die Rückzahlung des Kredites wird als Tilgung bezeichnet.

Unter einem Kreditnehmer versteht man eine Privatperson oder einen Geschäftskunden, der bei einer Bank einen Kredit aufgenommen hat und finanzielle Mittel bezieht. Als Kreditnehmer kommen volljährige Privatpersonen infrage, die geschäftsfähig sind und über eine gute Bonität verfügen.

Die Geschäftsfähigkeit ist dann gegeben, wenn die Person in der Lage ist, rechtlich bindende Verträge abzuschließen und nicht aufgrund geistiger oder körperlicher Beeinträchtigungen unter staatlicher Betreuung steht. Die gute Bonität ist gegeben, wenn die Privatperson ein regelmäßiges Einkommen aus einem festen Arbeitsverhältnis bezieht.

Die meisten Banken setzten voraus, dass mindestens ein bestimmtes Nettoeinkommen pro Monat nachgewiesen werden kann, da die Rückzahlung des Kredits ansonsten nicht gewährleistet ist und der Bank ein Verlust droht.

Zudem fordern viele Banken für die Vergabe eines Kredits an Privatpersonen, dass das Beschäftigungsverhältnis bei einem inländischen Arbeitgeber weder zur Probe noch befristet besteht.

Selbstständige und Unternehmen müssen für die Aufnahme einer Finanzierung ebenfalls nachweisen, dass sie die Voraussetzungen erfüllen. Ebenso wie Privatpersonen müssen sie anhand geeigneter Dokumente belegen, dass sie finanziell in der Lage sind, den Kredit und die Zinskosten zurückzuzahlen. Darüber hinaus müssen sie rechtlich in der Lage sein, den Kreditvertrag abzuschließen.